Einstiegsprojektschule BBS 6 Hannover

- Abteilung für Fahrzeugtechnik -

Projektleiter: Klaus Bierschenk

Projektbericht vom 13.12.97

Verfasser: Andreas Könecke

 
 

Anpassung des Unterrichts in der Berufsschule für fahrzeugtechnische Berufe an die technische Entwicklung und Berufspraxis mit Hilfe neuer Informations- und Kommunikationstechniken.

Das Projekt ist ein Produkt der Projektleitung. Ziel des Projektes ist, ein wissensbasiertes Informations- und Kommunikationszentrum für  fahrzeugtechnische Fragen aufzubauen. Damit sollen zum einen unsere Schüler in der Anwendung der neuen Informations- und Kommunikationstechniken im Rahmen des Unterrichts  geschult werden, zum anderen soll es über das Internet (WWW) auch Schülern  und Kollegen anderer Schulen mit gleicher Fachrichtung sowie den  Ausbildungsbetrieben zur Verfügung stehen. Darüberhinaus sollen unsere Schüler  über das Internet fahrzeugtechnisch relevante Daten von Automobilherstellern, Zulieferern u.ä. abrufen können.

Die Einrichtung und Erprobung des Projektes war über einen Zeitraum von  3 Jahren geplant.

Zum Zeitpunkt der Antragstellung gab es in der Abteilung einige, zum Teil veraltete Einzel-PCs für Demonstrationen und in der Schulverwaltung ein kleines (5 PCs) serverbasiertes LAN. Eine Verbindung zum Internet konnte nicht aufgenommen werden.

Nach der Aufnahme in die Liste der geförderten Einstiegsprojektschulen im "zweiten Anlauf" bestand die Förderung aus einen Guthabenkonto bei der Telekom, mit dem ein ISDN-Anschluß finanziert werden mußte, einer ISDN-Karte und einigen Softwarepaketen.

Als erstes (Dezember 1996) wurde von der Telekom der ISDN-Anschluß installiert. Andere hannoversche Schulen beneideten uns um diesen frühen Termin. Doch die Freude an dem ISDN-Anschluß schlug schnell um: Auch ein Anschluß ohne  angeschlossene Geräte kostet DM 46,- pro Monat und auf die ISDN-Karte mußten wir noch ein wenig warten. Nicht so lange warten mußten wir dagegen auf Mahnungen von der Telekom, mit der Aufforderung die Anschlußgebühren und  die bisher angefallenen monatlichen Gebühren zu überweisen: Offensichtlich  wußte die Abrechnungsstelle nichts von dem Guthabenkonto. Besonders dem  Einsatz des Kollegen Gerhard Büermann (ebenfalls mahnungsgeschädigt) von der  BBS 3 Hannover, der in zahlreichen Telefongesprächen mit SAN-eV und Telekom  eine Klärung erreichte, ist es zu verdanken, daß Schlimmeres, wie z.B. eine  Sperrung des Anschlußes (die wir zu diesem  Zeitpunkt noch nicht einmal  bemerkt hätten), vermieden wurde.

Im Februar 1997 erreichte uns dann das Paket von der Telekom mit ISDN-Karte, T-Online-Decoder und einem Teil der Anwenderprogramme. Einen  Computer, ausgestattet mit einer ISDN-Karte und eine e-mail-Adresse bei  T-Online für mehreren hundert Schülern und ca. 100 Lehrern kann man wohl  nicht als "Schule am Netz" bezeichnen.

Zum Glück gab es das Projekt der Computerzeitung c't, das zusammen mit dem ODS einen Kommunikationsserver auf Linuxbasis erstellt hatte, mit dem es möglich ist, ein LAN an das Internet anzubinden und das Angebot von winshuttle, den Schulen nicht nur einen kostenlosen Internetzugang zu ermöglichen, sondern auch e-mails der ODS-Domain schule.de zu routen. Somit konnte unsere Schule  beim ODS eine "eigene" Subdomain beantragen, die fast beliebig viele e-mail-Adressen zuläßt. Damit ließ sich das Verwaltungsnetz an das Internet anbinden und den Benutzern persönliche e-mail-Adressen zuordnen. Die Anbindung des  Verwaltungsnetzes  wurde als "Probelauf" für den geplanten, vernetzten Schüler-Comuterraum durchgeführt.

Mit den Benutzern des Verwaltungsnetzes (Schulleitung und einigen Lehrern)  wurde eine Schilf über die Nutzung der Internet-Dienste WWW, News und E-mail  durchgeführt. Die anderen Lehrer, die alle sehr interessiert waren, mußten  wegen der geringen Zahl der Arbeitsplätze auf die Zeit nach der Einrichtung des Schüler-Computerraumes vertröstet werden.

Eine Gruppe von Lehrern begann, sich in HTML einzuarbeiten und erstellte sukzessive die Homepage der BBS 6, die unter der URL
 

http://www.k.shuttle.de/h/bbs6lhh/
zu finden ist.

Größere Datenmengen, wie geplant, im WWW anzubieten scheiterte bisher auch an den Größenbeschränkungen der Anbieter (T-Online: 1 MB, winshuttle 2 MB). Eine  Lösung ist jedoch "in Arbeit".

Anfang September 1997 wurden die Rechner für den Schüler-Computerraum  geliefert. Aufgrund von Problemen mit der Hardware läuft dieses Netz erst seit  November 1997 im Probebetrieb. Nach vollständiger Einrichtung der Software ist der Anschluß des Kommunikationsservers für die nächsten Zeit geplant.

Die Zukunft des Internet-Anschlußes der BBS 6 ist jedoch ungewiß. Ob die  Kosten des ISDN-Anschlußes (neben den Grundgebühren ja auch noch Verbindungskosten in Höhe von DM 4,80 pro Stunde während der Unterrichtszeit) nach  Erschöpfung des Guthaben in einer Zeit der immer knapper werdenden öffentlichen Mittel noch getragen werden können, ist fraglich.

Eine Lösung, der Internetzugang über die Uni Hannover, die für uns über das Kommunikationsnetz der Stadt zu beträchtlich geringeren Verbindungskosten zu erreichen wäre, scheiterte bisher am Widerstand der Universität.
 

gez. i.A. Andreas Könecke

Hannover, 13.12.1997
 



 
 
 
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