Die im folgenden abgebildeten Fotos kamen dann
auf dramatsiche Weise zustande. Gegen 10.00 Uhr wurden die Geräte
aufgebaut. Es herrschte trockenes Wetter, aber dicke Wolken mit Wolknelöchern
trieben über die Beobachtergruppe hinweg.
Macht nix, sagten wir uns, schließlich
wollen wir ja nur die richtigen 2 Minuten ein Wolkenloch haben. Das ist
doch nicht zuviel verlangt?
Doch: Viel zu viel!
Es handelte sich nämlich um 2 Wolkenschichten, eine tiefliegende mit dicken Regenwolken und eine gleichmäßige hochliegende Wolkenschicht, beide mit einigen Löchern versehen, die aber mit verschiedener Geschwindigkeit über uns hinwegzogen, sodaß die Wahrscheinlichkeit eines freien Durchblicks auf die Sonne erheblich herabgesetzt wurde.
Schließlich, etwa um um kurz vor 11.00 fing
es an Bindfäden zu regnen. 3 Regenschirme beschützten den bereits
justierten Aufbau. Dann, um 11.18 Uhr waren die Regenwolken abgezogen und
nur die hochliegende Wolkendecke lag zwichen dem Objektiv der Kamera und
der Sonne. Mit Sonnenfilte war absolut nichts zu sehen. Aber mit bloßem
Auge konnte man entgegen aller Warnungen durch die Wolkendecke als Filter
hidurch sehen, wie sich der Mond vor die Sonne drängelte und einen
imponierenden Blick auf den Rand der Sonne und ihre Corona freigab.
Nun nur noch in aller Hektik die Belichtungsdaten umstellen und möglichst
ohne Verwacklung die Kamera bedienen. Nach einem Tag des Bangens liegen
nun die Ergebnisse vor.
| Bild Nr. | Beschreibung | |
|---|---|---|
| 1 | Um 10.39 in einem Wolkenloch mit Sonnenfilter fotografiert. Die unbedeckte Sonne mit einigen Sonnenflecken. Der helle Schimmer am unteren Bildrand stammt von Wolkenfetzen. | |
| 2 | Kurz nach dem 1. Kontakt wieder ein Wolkenloch um 11.18 Uhr. | |
| 3 | Um 12.25 läßt der starke Regen nach. Die Abdeckung ist weit fortgeschritten. Von jeztt ab erfolgt die Beobachtung direkt, mit der Wolkenschicht als Filter. | |
| 4 | Die Bedekcung ist fast komplett. | |
| 5 | 100% Abdeckung ist erreicht. Man erkennt einzelne Protuberanzen (rote Flecken) und die Corona. | |
| 6 | Wie Nummer 5, mit kürzerer Belichtungszeit. (1/125s) | |
| 6 | Wie Nummer 5, etwas später. | |
| 7 | Wie 6, aber noch kürzere Belichtungszeit (1/250s). Die Protuberanzen sind deutlicher erkennabar. Die Abdeckung geht bereits wieder zurück. | |
| 8 | Das Ende der 100%-Abdeckung ist gekommen. Sonst wie 7. | |
| 9 | Wie 8. | |
| 10 | Good bye SoFi. |